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Sonderpädagogische Angebote in der Regelschule



Integrative Förderung (IF)
Schülerinnen und Schüler sind verschieden. Die Interessen und der Entwicklungsstand, die Voraussetzungen und Bedürfnisse, Begabungen und Neigungen, aber auch kleinere oder grössere Lernschwierigkeiten sind von Kind zu Kind unterschiedlich. Die Lehrpersonen der Regelklassen versuchen, jedem Kind so gut wie möglich gerecht zu werden und es seinen Möglichkeiten entsprechend zu fördern. Dabei werden sie von Schulischen Heilpädagogen und Heilpädagoginnen (SHP) im Rahmen der Integrativen Förderung (IF) unterstützt.

Die speziell ausgebildete Förderlehrperson (SHP) besucht insbesondere im Kindergarten und auf der Primarstufe regelmässig oder zeitweise den Unterricht. Von ihrer Mitarbeit profitieren alle Schülerinnen und Schüler und die Schule wird als Ganzes gestärkt. So begleiten die Klassenlehrperson und die SHP die Schülerinnen und Schüler aller Stufen und Klassen auf ihrem Lernweg.

Die Integrative Förderung unterstützt die Schule oder die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler insbesondere bei folgenden Herausforderungen:
-> allgemeines Lernen (z. B. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Lern- und Problemlösestrategien)
-> Schreiben und Lesen (einschliesslich Spracherwerb und Begriffsbildung, Lese-Rechtschreibproblematik)
-> mathematisches Lernen (Rechenschwäche)
-> Umgang mit Anforderungen (z. B. Motivation, Aufgabenverbundenheit, Steuerung des eigenen Verhaltens, Umgang mit Gefühlen wie Freude und Frustration)
-> Unterforderung bei Kindern und Jugendlichen mit ausgeprägten Begabungen
-> Umgang mit Menschen (Sozial- und Verhaltenskompetenz, Regelung von Nähe und Distanz)

Die Förderung baut auf den Stärken der Kinder und Jugendlichen auf. Sie ist auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und unterstützt sie in ihrer schulischen und sozialen Entwicklung. Diese Begleitung kann inner- oder ausserhalb des Klassenverbandes, einzeln oder in Gruppen stattfinden.


Logopädie
Ein erfolgreicher Spracherwerb ist Voraussetzung für die aktive Teilnahme des Kindes im schulischen Alltag.
Logopädie befasst sich mit Sprachentwicklung und Kommunikation. Eine logopädische Massnahme benötigt eine fachliche Abklärung und kann angezeigt sein, wenn eine Schülerin oder ein Schüler Auffälligkeiten in den Bereichen Spracherwerb und Begriffsbildung, Kommunikation sowie beim Lesen und Schreiben zeigt.

Ein Kind kann aus unterschiedlichen Gründen auf verschiedenen Ebenen sprachlich auffällig wirken:
-> beim Verstehen von Sprache
-> beim Erzählen
-> in der Grammatik
-> im Wortschatz

Dabei können sich zum Beispiel folgende Auffälligkeiten zeigen:
-> Auffälligkeiten im Redefluss (z. B. Stottern)
-> Schluckstörungen
-> Stimmstörungen
-> Auffälligkeiten beim Sprechen (z. B. falscher Gebrauch von Lauten: «S» statt «Sch», Zunge beim Sprechen zwischen den Zähnen)
-> Lese- und Schreibstörungen

Wird bei einer Schülerin oder einem Schüler eine Sprachauffälligkeit beobachtet, beantragen die Eltern und die Lehrperson in einem Schulischen Standortgespräch eine logopädische Abklärung. Diese wird in Uster durch die zentrale Abklärungsstelle durchgeführt. Aufgrund der Abklärung und mit dem Einverständnis der Eltern kann die Schulleitung eine Einzel- oder Gruppentherapie ausserhalb der Klasse oder eine integrative Therapie eines Kindes im Klassenverband anordnen.


Psychomotorische Therapie
Eine erfolgreiche Bewegungsentwicklung ist Voraussetzung für die aktive Teilnahme des Kindes am schulischen Alltag.
Die Psychomotoriktherapie befasst sich mit den Regelmässigkeiten und Auffälligkeiten der Bewegungs- entwicklung und des Bewegungsverhaltens. Die Psychomotoriktherapie hat zum Ziel, dass das Kind seine Wahrnehmungs-, Handlungs- und Kontaktfähigkeit seinen Möglichkeiten entsprechend umsetzen kann. Das Kind soll lernen, mit seinen Schwierigkeiten umzugehen.

Die Psychomotoriktherapeutin oder der -therapeut klärt Auffälligkeiten und Abweichungen in der Bewegungsentwicklung ab. Eine psychomotorische Massnahme kann angezeigt sein, wenn eine Schülerin oder ein Schüler Auffälligkeiten in der Bewegungsentwicklung und im Beziehungsverhalten aufweist.

Mögliche Ausprägungen derartiger Auffälligkeiten sind:
-> motorische Koordinationsschwierigkeiten, z.B. Gleichgewichtsprobleme, Ungeschicktheit -> Auffälligkeit bei der Regulierung des Spannungszustandes der Muskulatur (Tonus), z. B. Verspannungen
-> feinmotorische Schwierigkeiten z. B. beim Schneiden, Werken, Basteln, Bauen
-> Räumliche und zeitliche Orientierungsauffälligkeiten
-> Grafomotorische Schwierigkeiten, z. B. ungünstige Stifthaltung, zu wenig oder zu viel Druck, nicht automatisierte Schreibbewegungsabläufe, Unsicherheiten in der Formerfassung, Schwierigkeiten, das Schreiben zu lernen

Ist die Wechselbeziehung von Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln nicht im Gleichgewicht, können sich auch psychomotorische Auffälligkeiten äussern in Form von:
-> Kommunikationsschwierigkeiten
-> Verhaltensstörungen (Unruhe, Aggressivität, impulsives oder gehemmtes Verhalten)
-> Aufmerksamkeitsstörungen

Werden bei einer Schülerin oder einem Schüler Auffälligkeiten im Bewegungsverhalten oder in der sozio-emotionalen Entwicklung beobachtet, beantragen Eltern und Lehrperson in einem schulischen Standortgespräch eine psychomotorische Abklärung. Die psychomotorische Abklärung findet in Uster in einer der drei Therapiestellen statt. Aufgrund der Abklärung und mit dem Einverständnis der Eltern kann die Schulleitung eine Einzel- oder Gruppentherapie ausserhalb der Klasse oder eine integrative Therapie eines Kindes im Klassenverband anordnen.


Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
Zu den Zielen der Volksschule zählt, dass alle Kinder und Jugendlichen ausreichend Deutsch können, damit sie fähig sind, dem Unterricht zu folgen. Bei Bedarf unterstützt sie die Schule mit Zusatzunterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ).

Deutsch als Zweitsprache (DaZ) wird in der Primarschule Uster in drei verschiedenen Formen und für verschiedene Alterstufen angeboten:

im Kindergarten
-> DaZ im Kindergarten: Kinder, die nur wenig oder kein Deutsch können, erhalten in Gruppen eine zusätzliche Förderung durch eine qualifizierte DaZ-Lehrperson. Ein Kind erhält diese Unterstützung während mindestens zwei Lektionen pro Woche. Die DaZ-Lektionen finden im Kindergarten statt.

auf der Primarstufe
-> DaZ-Anfangsunterricht: Kinder, die ohne Deutschkenntnisse in den Kanton Zürich einwandern, erhalten in der Schule während eines Jahres intensiven DaZ-Anfangsunterricht in einer Gruppe. Während den ersten drei Wochen besucht das Kind an vier Vormittagen ausschliesslich den DaZ-Anfangsunterricht, bevor es einer Regelklasse zugeteilt wird. Ziel des DaZ-Anfangsunterrichts ist es, dass das Kind rasch grundlegende Deutschkenntnisse erwirbt, um im Unterricht in einer Regelklasse möglichst bald aktiv teilnehmen zu können.

-> DaZ-Aufbauunterricht: Schülerinnen und Schüler, die zwar schon über Basiskenntnisse verfügen, jedoch noch nicht genügend Deutsch können, um dem regulären Unterricht folgen zu können, erhalten DaZ-Aufbauunterricht während mindestens zwei Lektionen pro Woche.


Begabtenförderung
Kinder und Jugendliche mit ausgeprägten Begabungen sollen diese entfalten können. Das stellt für Eltern und Lehrpersonen oft eine besondere Herausforderung dar. Die Primarschule Uster stellt für Kinder mit besonderer Begabung und solchen mit ausgewiesener Hochbegabung zwei Angebote zur Verfügung.

Atelierkurse in jeder Schuleinheit: Die Atelierkurse sind ein Angebot zur Förderung besonders begabter Kinder und finden während eines Semesters pro Schuljahr in jeder Schuleinheit statt. Die Kinder werden von den Klassenlehrpersonen für den Kurs vorgeschlagen. Die Lehrpersonen der Begabtenförderung führen das Atelier durch.

Begabtenförderung: Hoch begabte Schüler und Schülerinnen, die im Rahmen der Möglichkeiten des Regelklassenunterrichts und der Schuleinheit zu wenig gefördert werden können, steht die Begabtenförderung zur Verfügung. Dort werden sie an einem Vormittag pro Woche in Kleingruppen zusätzlich gefördert. Weitere Informationen sind zu finden unter: http://www.bfuster.ch

Sonderschulungen
Schüler/innen mit einer Behinderung oder einer starken Entwicklungsauffälligkeit stehen die Angebote der Sonderschulung zur Verfügung. Eine Sonderschulung wird dann in Betracht gezogen, wenn eine Schülerin oder ein Schüler mit den sonderpädagogischen Angeboten der Regelschule nicht angemessen gefördert werden kann. Eine Sonderschulung ist angezeigt bei geistiger Behinderung, Körper-, Seh-, Hör- und Sprachbehinderung sowie von Autismus-Spektrums- Störung, schweren Lernbehinderungen und Verhaltensauffälligkeiten. Die Sonderschulung kann, je nach den Bedürfnissen des Kindes oder Jugendlichen, in der Regelschule integriert, in einer Tagessonderschule oder in einem Sonderschulheim erfolgen.


Integrative Schulung (auch Integrierte Sonderschulung in der Regelschule)
Das Arrangement wird für jede Schülerin und jeden Schüler je nach Bedürfnissen individuell zusammengestellt. Neben dem Unterricht durch die Regelklassenlehrperson können folgende Unterstützungsformen eingesetzt werden:

-> Teamteaching
-> Einzel- oder Kleingruppenförderung
-> Therapien
-> Unterstützung durch Assistenzen
-> behinderungsspezifische Fachberatung der Lehrpersonen und Eltern

Integrative Schulungen werden an der Primarschule Uster auf allen Stufen und in allen Schuleinheiten durchgeführt.


Kompetenzzentrum Sprache für Kinder mit Sprachentwicklungsverzögerungen im Kindergarten
Kinder mit Sprachentwicklungsverzögerungen werden in der Primarschule Uster auf Stufe Kindergarten integrativ geschult. Durch die integrative Schulung werden soziale Kontakte unter den Kindern eines Quartiers gefördert. Die wohnortsnahe Integration erleichtert diese Kontakte. Die positiven Sprachvorbilder in einem Regelkindergarten fördern die Sprachentwicklung und haben einen positiven Einfluss auf Kinder mit Sprachentwicklungsverzögerungen.  

Kinder mit Sprachentwicklungsverzögerungen, die neu in den Kindergarten eintreten oder diesen bereits besuchen, werden durch das Kompetenzzentrum Sprache unterstützt. Das Kompetenzzentrum bietet logopädische Therapie an und steht den Regellehrpersonen für Beratung/ Coaching zur Verfügung. Voraussetzung für die Aufnahme ins Kompetenzzentrum ist ein ausgewiesener Sonderschulbedarf.

Mehr Informationen finden Sie unter "Konzepte".